Information aus dem Ortsverein Maulbronn

 

Situation und die Anliegen der Jugendlichen in Maulbronn im Blick

Jugendreferent Gino Becht bei Gesprächsrunde

des SPD-Ortsvereins Maulbronn

Zu einer Gesprächsrunde unter Corona-Bedingungen traf sich der SPD-Ortsverein Maulbronn am 13. Oktober wieder im  Sitzungsraum Klosterhof 20/2. Hierzu waren alle Mitglieder und Freunde der SPD Maulbronn eingeladen, was auch zahlreich in Anspruch genommen wurde. Die Platzkapazität des Sitzungsraumes wurde exakt ausgenutzt.

Besprochen wurden viele Themen, die den Bürgern von Maulbronn wichtig sind. So waren neben der aktuellen Situation des Schenk-Areals, der guten Einführung des Bürgerbusses, der Situation des ÖPNVs in Maulbronn und der Nutzung der Mülldeponie Hamberg auch das Thema Jugend in Maulbronn auf der Tagesordnung. Für letzteres war der Jugendreferent der Stadt Maulbronn Gino Becht eingeladen, der allen Anwesenden eine anschauliche Darstellung über seine Arbeit und die Situation und die Anliegen der Jugendlichen in Maulbronn gab und auch viele Fragen beantwortete. Gemeinsam wurde auch überlegt, was man konkret tun kann, um die junge Generation zu unterstützen und wie man Jugendliche für politische Arbeit interessieren und involvieren kann.

Die Vorsitzenden Sandra Maleck und Susanne Kiefner dankten Gino Becht herzlich  für seine Zeit und seine ehrlichen Worte, sowie seine sicher nicht immer leichte Arbeit unter den Jugendlichen.

Vielen Dank auch an Sandra Maleck für die gut organisierte Vorbereitung des Treffens und an alle Ortsvereinsmitglieder und -Freunde, die sich mit ihren Ideen einbringen.

 


Große Runde am Tiefen See - Interessierte Teilnehmer

Katja Mast zu Besuch in Maulbronn

Der Ortsverein hatte Katja Mast am 4. August 2020 zu einer abendlichen Gesprächsrunde eingeladen. Dabei sollten viele politische Themen angesprochen werden, über die wir Auskunft und Meinungen von Katja Mast erhofften. Die Mitglieder des Ortsvereins hatten deshalb viele Fragen vorbereitet – für die der Abend dann fast zu kurz war.

Zur Zeit läuft auch die Kandidatenvorstellung für die Kandidatur der SPD im Enzkreis zur Landtagswahl des kommenden Jahres. Unsere OV-Vorsitzende, Sandra,  hat sich bereit erklärt in den Kandidatenwettbewerb des Enzkreises einzutreten und hat bereits zahlreiche Vorstellungsrunden in den Ortsvereinen des Enzkreises absolviert.

Deshalb durfte natürlich Michael Hofsäß, Sandras Mitbewerber, die Chance an diesem Abend nutzen auch sich vorzustellen. Er erläuterte die Schwerpunkte seiner politischen Ziele, wobei im Besonderen seine Wünsche und Forderungen zum Bildungssystem starkes Interesse fanden. Peter Krüger, als erfahrener Schulpädagoge und Konrektor der Maulbronn/Illinger Gesamtschule, fand in der späteren Diskussion und auch im Einzelgespräch viele Anknüpfungspunkte. Die zu einseitige Orientierung auf Abitur, Studium, fehlender Nachwuchs im Handwerk, das Hängenbleiben zu vieler Jugendlicher im Bildungssystem boten reichlich Diskussionsstoff. Sandra konnte hier mit ihren zahlreichen Erfahrungen an der Schnittstelle zwischen Schule und Beruf  interessante Beiträge einbringen. Insbesondere bemängelte sie das Fehlen einer Zwischenebene zwischen Schule und Betrieben, da sowohl Lehrer als auch Betriebe in der Regel damit überfordert sind, den Schülern Orientierung zu geben.

Zuvor hatte Katja über ihren Besuch mit Rolf Mützenich bei der Firma Behr / Mahle in Mühlacker berichtet. Das bot viel Diskussionsstoff über die Zukunft der deutschen Schlüsselindustrie Automobilbau und Zulieferer. Katja berichtete von großen Ängsten auf der Arbeitnehmerseite. Sandra erläuterte, dass eine breitere Sicht auf verschiedene Antriebskonzepte – neben der reinen Elektromobilität – erforderlich ist. Z.B. sind E-fuels in bestimmten Anwendungen zwingend erforderlich und Deutschland könnte in dieser Technologie noch eine Vorreiterrolle weltweit einnehmen. Dagegen wird die  Batterietechnologie, die auch gravierende Nachteile hat, schon von starken globalen Wettbewerbern besetzt.

Ein heißes Thema wurde Katjas Schilderung der Situation bei Müller-Fleisch in Pforzheim. Hier konnte Katja darüber berichten, dass die SPD über Bundesminister Heil inzwischen zahlreiche Einschränkungen für das Arbeitsmodell der großen fleischverarbeitenden Betriebe eingeleitet hat. In Deutschland übliche Arbeitnehmerrechte sollen in Zukunft auch in dieser Branche wirken. Allerdings muss auch festgestellt werden, dass das Subunternehmer-/Arbeitnehmer-Überlassungsprinzip inzwischen in vielen Branchen Einzug gehalten hat. Hier hat die SPD noch eine große Aufgabe vor sich, weil, wie sich bereits bei Müller-Fleisch gezeigt hat, die CDU das Thema klein redet. Sowohl der lokale CDU Bundestagsabgeordnete als auch das CDU-geführte Stuttgarter Landwirtschaftsministerium haben an dem Geschäftsmodell von Müller-Fleisch nur kosmetische Verbesserungen für notwendig gehalten. Wie die Diskussion mit Till Neugebauer zeigte, bestehen auch viele Unklarheiten über Zuständigkeiten und Kapazitäten der lokalen Gesundheits- und Gewerbeaufsichtsämter, die ja solche Zustände jahrelang übersehen haben.

Heinz warf die Grundsatzfrage auf, ob es überhaupt sinnvoll sei, dass Deutschland zu den weltweit führenden Export-Nationen von verarbeitetem Fleisch gehöre.

Weitere Diskussionsthemen im Verlauf des Abends waren Themen aus der Familienpolitik und der Pflege, Themen, die bei Katja schon immer vornedran standen.

Inzwischen war es 21 Uhr geworden und aus der Tiefe des Sees – den Michael eingangs der Sitzung noch als eine weitere „Top-Location“ des Enzkreises bezeichnet hatte - kroch langsam eine Kälte in der Glieder, so dass ein weiteres Thema, das Heinz auf seiner Agenda hatte, nämlich die Rentenpolitik, nur noch gestreift werden konnte. Katja hatte 2 Jahre lang eine wichtige Rolle in der von der Bundesregierung eingesetzten Rentenkommission gespielt und deutete die unterschiedlichen Auffassungen zwischen Wirtschaftskreisen und der CDU auf der einen Seite und SPD und Gewerkschaften auf der anderen Seite an.  Man war sich einig, dass dieses Thema auch im gesamten Wahlkreis eine ausführlichere Darstellung und Diskussion verdient, da es durch die demografische Entwicklung breite Bevölkerungsteile, als Beitragszahler und Rentenempfänger betrifft.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass dieser Abend als voller Erfolg gelten kann, da der Ortsverein Maulbronn von Katja sehr aufschlussreiche Informationen und Meinungen, sozusagen aus erster Hand,  erhalten hatte und die einzelnen Mitglieder in konstruktiver Weise ihre Fragen und Beiträge zu den vielfältigen Themen einbringen konnten. Idealerweise stellt man sich so auch eine Verzahnung zwischen Bundespolitik und den Parteigenossen und Bürgern vor Ort vor. Vielleicht gibt es in gewissen Abständen eine Wiederholung.

 

 

Besuch bei 'miteinanderleben' in Pforzheim - Bericht von Sandra Maleck

miteinanderleben stellt SPD Vertretern drei Projekte vor.

Am Freitag den 24. Juli stellte Norbert Bogner Geschäftsführer, Maren Bieberich stellvertretende Geschäftsführerin sowie weitere Mitarbeiter von miteinanderleben (ml) Vertretern der SPD drei Projekte des Vereins und der gGmbH vor. Katja Mast, Bundestagsabgeordnete SPD, Paul Renner Kreisvorsitzender SPD, Ankathrin Wulff SPD-Stadträtin in Pforzheim sowie Sandra Maleck Vorsitzende SPD Ortsverein Maulbronn wurden zuerst durch die Halle des Grünteams geführt.


Foto: Britta Bischoff-Krappel

Die SPD Vertreter erhielten in der Halle Einblicke in das Projekt „Wiesendrusch“. Hier werden heimische Saatgüter gewonnen und vertrieben z.B. an Kommunen. Projektziele sind: Die Verwendung von ökologisch ungeeignetem Saatgut zu unterbinden sowie die damit verbundene Reduzierung der Artenvielfalt bei Flora und Fauna. Besonders wichtig ist ml der Erhalt der regionalen heimischen Wiesenstruktur durch gut durchmischtes Saatgut. Des Weiteren erhalten Menschen mit Einschränkungen die Möglichkeit einer sinnstiftenden Arbeit nachzugehen, wobei Bogner betont, dass die Menschen einen hohen körperlichen Einsatz zeigen müssen. Vielfach entfernen die Mitarbeiter, bevor eine Wiese gemäht wird, händisch ungewünschte Schadpflanzen, um qualitativ hochwertige Saatgutmischungen zu erhalten. Bogner betont in diesem Zusammenhang das Wechselspiel von „Geben und Nehmen“.

Foto: Britta Bischoff-Krappel

Weiter ging es mit dem Projekt mlbricks. Seit vier Jahren werden im Rahmen dieses Projektes Legosteine angekauft, manchmal auch bei mlbricks abgegeben oder gespendet. Dann wird mit den ca. 30 Mitarbeitern, auch hier sind vorwiegend Menschen mit Einschränkungen beschäftigt, ein interessanter Prozess angestoßen. Die Legosteine werden gewaschen, nach allen Gesichtspunkten sortiert (Farbe, Form, Größe), kategorisiert und eingelagert. Schlussendlich werden die Legosteine wieder vertrieben und zwar in die ganze Welt. Dem Projekt gelingt es mit seiner Arbeit sich selbst zu tragen. Für den Endkunden ist es möglich einzelne Legosteine zu kaufen, wenn einem Kind – oder vielleicht auch einem Erwachsenen- in Maulbronn oder anderswo ein Legostein fehlt, kann man sich unter www.mlbricks.de registrieren und dort den entsprechenden Legostein erwerben.

 

Fotos: Sandra Maleck

Dann ging es für die Gruppe zur Hauptgeschäftsstelle von miteinanderleben in der Naglerstr. 2b. Alle konnten sich in dem seit einem Jahr bestehende Gebrauchtwarenhaus von miteinanderleben umschauen. Der ein oder andere hat auch gleich etwas eingekauft. Beeindruckend hier: das vollautomatische Geld Annahme und Wechsel System. Im Warenhaus gibt es zahlreiche gebrauchte Gegenstände, zu einem günstigen Preis bis hin zu Waschmaschinen und anderen funktionierenden und getesteten technischen Angeboten. Legoliebhaber können zusätzlich günstig, selbst zusammengestellte vollständige Original Lego Sets von mlbricks mit Anleitung und umweltfreundlicher Verpackung erwerben. Leider hat auch bei mlkauf die Corona Krise die anfänglich gute finanzielle Lage in Schieflage gebracht. mlkauf, freut sich im Moment, über jeden neuen Kunden.

Vielen Dank für diesen tollen Nachmittag, das Miteinanderleben und den leckeren Abschlussimbiss! Alle Beteiligte erhielten durch die begeisterten Mitarbeiter Einsichten in die kompetente, kreative und engagierte Arbeit von miteinanderleben. Der Verein und die gGmbH beschäftigen insgesamt 450 Mitarbeiter, viele davon sind u.a im Bereich Schulsozialarbeit tätig.